Die zukünftige Nordtangente in Halle (Saale)


Parallel zur nur wenige hundert Meter entfernten A14 soll eine Schnellstraße die B100 mit dem defizitären Hafen Trotha und Kröllwitz verbinden.

Was kann ich tun?

Die Nordtangente in Halle Saale
Das nächste große Bauprojekt der Stadt Halle (Saale) um die B100 und die Osttangente/B91 mit dem defizitären Hafen Trotha und der Dölauer Heide zu verbinden. Eine geplante Brücke über die Saale im Anschluss an die Nordtangente würde das Logistik- und Transportwesen im Norden von Halle (Zöberitz, Mötzlich, Frohe Zukunft, Tornau, Trotha, Seeben, Sennewitz) nochmals ausbauen, ebenso die geplanten Gewerbegebiete bei Tornau und Sennewitz.

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Wie ist der Stand der Dinge?

27. September 2018 Grüne scheitern mit Verzicht auf Nordtangente

Die Grünen sind im Stadtrat mit ihren Plänen gescheitert, die Nordtangente um Halle aus dem Stadtmobilitätsplan zu streichen. Christian Feigl (Grüne) hatte im Rat erklärt, durch den Straßenbau würden Grüngebiete zerstört. Unter anderem wird das Landschaftsschutzgebiet „Seebener Berge und Feldflur“ tangiert. Die Grünen gaben aber ihren Widerstand gegen eine weitere Saalebrücke im Norden auf. Einem Antrag der CDU wurde zugestimmt, den nördlichen Korridor planerisch weiter zu verfolgen. "Mit der Trasse soll ein konkreter Korridor für eine Straßenverbindung vom Ende der Osttangente an der B100 zum Hafen nach Trotha und weiter nach Heide-Nord freigehalten werden."


Herbst 2018 Halles neuer Baudezernet

Der in der Frohen Zukunft aufgewachsene Wahl-Stuttgarter meint: "Die B80 nimmt den Verkehr der A143 auf, der auf die A9 oder A14 will. Es fehlt eine leistungsfähige Ost-West-Verbindung, die nicht durch die Innenstadt geht." Quelle: Top Magazin Halle (Saale)

Oberbürgermeister Bernd Wiegand möchte Fakten schaffen und scheinbar dem Lückenschluss der A143 zuvorkommen - mit einer eigenen Saalequerung bei Trotha inklusive Nordtangente bis zur B100. Dabei hat schon die offizielle Verkehrszählung aus dem Jahr 2009 der Stadt Halle sowie das Gutachten des Verkehrsplanungsbüros Stadt – Verkehr – Umwelt (SVU) aus Dresden gezeigt, dass der Anteil an Durchgangsverkehr auf beiden städtischen Saaleübergängen nur 5,3% auf der Hochstrasse/B80 und 2,8% auf der Giebichensteinbrücke beträgt.


19. Juli 2018 Neue Trasse für Nordtangente?

Nordtangente Zootrasse Nordtangente Halle Saale

Neuer Vorschlag von Reiner Halle (80 Jahre, war in den 60er Jahren Bauleiter des Thälmannplatzes, [email protected]) und Udo Schumann (76 Jahre, Physiker, [email protected]) vom privaten Verein Stadtgestaltung Halle beim turnusmäßigen "unter vier Augen"-Treffen mit Oberbürgermeister Bernd Wiegand, dem Stadtplanungschef Herrn Loebner und dem Baudezernent Uwe Stäglin. Nach der Vorstellung der erweiterten Trassenführung von Mötzlich bis Kröllwitz/Lettin inkl. Zoo-Stadtautobahn wurde resümiert, dass es keine wesentlichen Divergenzen bei der Entwicklung des Hauptstraßensystems von Halle gibt.

Der Verein für Stadtgestaltung um Reiner Halle ist so etwas wie der Gegenspieler zur Hochstraßen-Bürgerinitiative. Der Bauingenieur in Rente hatte sich mit seinen Mitstreitern vergeblich gegen den Abriss der Hochhäuser am Riebeckplatz engagiert (MZ). Reiner Halle war zu DDR-Zeiten Bauleiter am Thälmannplatz und hatte sich auch schon gegen den Abriss der Riebeck-Türme stark gemacht. Im Vorstand sind auch bekannte Zeitgenossen die Halles Gesicht zu DDR-Zeiten geprägt und geändert haben [Quelle]:

Wir wertschätzen Bürger-Engagement und Erfahrung. Allerdings geht es in der heutigen Verkehrsplanung nicht nur um eine autogerechte Stadt wie zu DDR- oder BRD-Zeiten, sondern auch um Menschen, lebenswerte Strukturen, Naturraum und spätere Generationen.

Mai 2018 Gewerbegebiet Tornau/Oppin soll für 95 Millionen Euro entwickelt werden

Ein Multimillionenprojekt, das hinter verschlossenen Türen und praktisch ohne öffentliche Debatte beschlossen werden soll? Im Finanzausschuss steht am 22. Mai 2018 ein Grundsatzbeschluss zur Entwicklung eines neuen Gewerbegebiets in Halle-Tornau auf der Tagesordnung. Zur abschließenden Entscheidung. Das heißt, dass der Stadtrat den Grundsatzbeschluss nicht noch einmal auf den Tisch bekommt. Und auch die Öffentlichkeit soll offenbar keine genauen Details erfahren. Oberbürgermeister Bernd Wiegand verweigert seit Mittwoch vergangener Woche die Beantwortung einer Anfrage der Städtischen Zeitung zu den genauen Plänen. Quelle: https://staedtische-zeitung.de/2018/05/gewerbegebiet-tornau-soll-fuer-95-millionen-euro-entwickelt-werden/


Mai 2018 CDU und FDP für Nord-Tangente als Fortführung der Osttangente

Die CDU/FDP Stadtratsfraktion von Halle meint: "Positiv sehen wir die kürzlich offiziell verkündeten Überlegungen einer Fortführung der Osttangente nach Norden als so genannte Nord-Tangente mit Anbindung an die neue Saalebrücke. Damit könnte auch in Halle endlich ein wirkungsvolles Tangentensystem entstehen, wie es in anderen Städten seit Jahren vorhanden ist." Quelle: http://www.cdu-fdp-halle.de/mitteilungen/


24. April 2018 Oberbürgermeister Bernd Wiegand drängt auf Freihaltetrasse für Nordtangente

Der Stadtrat soll im Juni eine Freihaltetrasse für die sogenannte Nordtangente beschließen. Das hat Oberbürgermeister Bernd Wiegand zur Beigeordnetenkonferenz angekündigt. Er halte einen solchen Beschluss für „dringend erforderlich.“ Quelle: https://dubisthalle.de/stadtrat-soll-freihalte-trasse-fuer-nordtangente-beschliessen


12. April 2018 Wer entscheidet Halles Verkehrs Zukunft?

Trassenführung der Nordtangente

Stadtplanungschef Herrn Loebner, Oberbürgermeister Bernd Wiegand und der ehemalige Baudezernent Uwe Stäglin diskutieren über die Trassenführung der Nordtangente in Halle auf Grundlage der Ausarbeitungen von Reiner Halle (80 Jahre, war in den 60er Jahren Bauleiter des Thälmannplatzes) und Udo Schumann (76 Jahre, Physiker). Es wurde resümiert, dass es keine wesentlichen Divergenzen bei der Entwicklung des Hauptstraßensystems von Halle gibt. Quelle: stadtgestaltunghalle.jimdo.com

Beide Senioren gehören dem privaten Verein Stadtgestaltung Halle an. Weitere Mitglieder sind z.B. Heinz-Günter Ploß (Die Linke, "Sachkundiger Bürger" Beruf: Rentner), Karl-Heinz Deuerling (Deutsche Kommunistische Partei) und Jürgen Heimbold (80 Jahre, war Ende der 60er Jahre Leiter für den Erdbau der Hochstraße am Thälmannplatz)

Der Verein setzt sich für den Saaleausbau, für die Hochhaus-Scheiben in Neustadt und für die 4-spurige Hochstraße ein, konnte aber nicht den Abriss der Riebeckplatz-Hochhäuser verhindern.

Wir wertschätzen Engagement und Erfahrung des Vereins. Allerdings geht es in der heutigen Verkehrsplanung nicht nur um eine autogerechte Stadt wie zu DDR- oder BRD-Zeiten, sondern auch um Menschen, lebenswerte Strukturen, Naturraum und spätere Generationen.

20.02.2018 Nordtangente Vorlage beim Stadtrat von Halle (Saale)

Der Stadtrat in Halle (Saale) berät über die Nordosttangente: "Die Aufnahme eines Trassenkorridors ... Nordosttangente zur Gewerbegebietserschließung in das Verfahren zur Aufstellung des Flächennutzungsplans wird aufgrund der dargelegten Ergebnisse aus der Untersuchung „Prüfung von Freihaltetrassen möglicher Saaleübergänge“ des Büros Knoblich planerisch verfolgt."

Quelle: buergerinfo.halle.de und Bewertungsmatrix - Nordtangente


Dezember 2017: Machbarkeitsstudie Nordtangente

Trassenführung der Nordtangente

Auftraggeber der Studie: Stadt Halle (Saale), Marktplatz 1, 06108 Halle (Saale)

Die Nordtangente "veranlasst die Verkehrszunahme eine ständige zusätzliche Belastung auf die kleineren Ortschaften Seeben und Mötzlich. Die Verlärmung durch Vibration bedeutet eine erhebliche akustische Mehrbelastung" Quelle: Machbarkeitsstudie siehe ab Seite 61

Dabei ist schon seit langem bekannt, dass die von OB Wiegand gewünschte Saalebrücke bei Trotha fast keine keine Wirkung auf den Verkehr über die Giebichensteinbrücke hat. Grund ist der künftige Lückenschluss der A143 zur A 14 im Norden von Halle. Ohne diese Saalebrücke ist jedoch auch die Nordtangente obsolet. Quelle: MZ


Oktober 2017: Stadtentwicklungs­konzept für 2025 plant Nortangente

Nordosttangente um Halle (Saale) in Planung

Die Nordtangente wurde im Integrierten Stadtentwicklungskonzept der Stadt Halle (Saale) bis zum Jahr 2025 als Ortsumgehung in Planung aufgenommen (Quelle: ISEK Halle 2025 s. Karte II-5). Dabei betonte der damalige Baudezernent Uwe Stäglin bei der Vorstellung des Stadtentwicklungs­konzepts im Bürgerforum ein Jahr zuvor den Ausbau eines Grünen Ringes um Mötzlich, Tornau und Seeben als "strategisches Projekt der Grünsten Stadt Deutschlands mit globaler Verantwortung" (Quelle: Bürgerforum ISEK 03.11.2016 S.22) und beim Bürgerforum Nordost die "wertvollen Landschafts- und Naherholungsräume", und fragte: Wie können die drei dörflich geprägten Ortslagen bewahrt und entwickelt werden? Quelle: Bürgerforum Teilraum Nordost


Erfahre, was Du gegen die Nordtangente tun kannst! Diese Schnellstraße ist absolut nicht notwendig.